INTERPOL :
OUR LOVE TO ADMIRE

In einer Welt, wie Paul Banks sie besingt, scheint der Himmel nachts schwärzer als im Jetzt zu sein und der Tag unterschei-det sich davon nur in Nuancen. Sterne mag es wohl länger schon keine mehr geben. Eine fordernde Kälte liegt dabei in Banks Stimme, deren Funda-ment jedoch mehr aus Stolz, als aus ignoranter Ablehnung oder unterschwelliger Larmoyanz gegossen sein mag. Das ist es, was diese Band auszeichnet: Die moderne Lyrik, die in ihrer Metaphernfülle immer eine Mehrzahl an Interpretationsmög-lichkeiten offen hält. Wenn das Gemüt auch von dunklen Wellen umflutet wird, strahlt immer irgendwo von fern der Leucht-turm einer rettenden Insel. M.M.




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